Serielles Sanieren nach dem Energiesprong-Prinzip

Serielles Sanieren ist ein zentraler Ansatz, um die CO₂-Emissionen im Gebäudebereich zu senken, der aktuell rund ein Drittel der Emissionen in Deutschland ausmacht. Viele Bestandsgebäude verbrauchen bis zu fünfmal mehr Energie als notwendig und sind stark von fossilen Energieträgern abhängig. Um die Klimaschutzziele zu erreichen und langfristig bezahlbare Energiekosten sicherzustellen, ist eine umfassende Sanierung bis 2045 unerlässlich.

Ein zentraler Lösungsansatz ist die serielle Sanierung nach dem Energiesprong-Prinzip. Durch digitalisierte Planungsprozesse, vorgefertigte Fassaden- und Dachelemente mit integrierten PV- und Energiemodulen sowie eine konsequente Nutzerorientierung können Gebäude innerhalb weniger Wochen hocheffizient modernisiert werden.

Wie profitieren Baugenossenschaften von der seriellen Sanierung?

Das Energiesprong-Prinzip bietet für Baugenossenschaften, die ihre Mehrfamilienhäuser aus den 50er- und 60er-Jahren sanieren möchten, eine Reihe von Vorteilen, insbesondere im Hinblick auf die energetische Sanierung und den Wohnkomfort. Es handelt sich dabei um einen innovativen Ansatz zur umfassenden Gebäudesanierung, der sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile mit sich bringt. Hier sind die wichtigsten Vorteile zusammengefasst:

1. Energetische Effizienz

  • Strom- und Wärmeautarkie: Energiesprong zielt darauf ab, Gebäude zu schaffen, die nahezu null Energie verbrauchen und sogar mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Dies wird durch eine umfassende Dämmung der Gebäudehülle, den Einbau effizienter Heizsysteme und Solaranlagen erreicht. Baugenossenschaften profitieren hier von einer deutlich geringeren Energiekostenbelastung, sowohl für die Mietenden als auch langfristig für die Genossenschaft.
  • Reduzierte CO2-Emissionen: Durch die Reduzierung des Energieverbrauchs und den Einsatz erneuerbarer Energien wird der CO2-Ausstoß der Gebäude erheblich gesenkt. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern stärkt auch das Image der Genossenschaft als umweltbewusster Akteur.

2. Schnelle Umsetzung im bewohnten Zustand

  • Das Prinzip, vorfertigte Fassadenelemente aus Holz mit integrierten Fenstern und Dämmung anzubringen, ermöglicht eine schnelle und effiziente Sanierung. Diese Elemente können im bewohnten Zustand montiert werden, was bedeutet, dass keine umfangreichen Umzüge oder längeren Auszüge der Mietenden notwendig sind. Dies reduziert die Belastungen für die Bewohner und minimiert die Sanierungsdauer.
Serielles Sanieren
Serielles Sanieren macht den Gebäudebestand im Mehrfamilienhaussektor zukunftsfähig und klimaneutral. Foto: Sigurd Maier / Holzbauwelt.de

3. Wertsteigerung der Immobilien

  • Die energetische Sanierung nach dem Energiesprong-Prinzip führt zu einer erheblichen Wertsteigerung der Gebäude. Sie bieten nicht nur modernisierte Fassaden und besser isolierte Wohnungen, sondern auch eine zukunftsfähige Infrastruktur, die den heutigen Standards entspricht. Dadurch steigen die Mieteinnahmen auf lange Sicht, da die Mietenden von den verbesserten Wohnbedingungen und den geringeren Betriebskosten profitieren.

4. Finanzielle Förderung und langfristige Planung

  • In vielen Ländern gibt es Förderprogramme für nachhaltige Sanierungsprojekte, die durch das Energiesprong-Prinzip unterstützt werden. Dies erleichtert der Baugenossenschaft die Finanzierung und senkt die initialen Investitionskosten.
  • Zudem ermöglicht das Modell eine langfristige Kostenplanung. Die Investitionen in die Dämmung und die Installation erneuerbarer Energien zahlen sich durch die Einsparungen bei den Energiekosten und den geringeren Wartungsaufwand über Jahre hinweg aus.

5. Verbesserter Wohnkomfort

  • Die Bewohner profitieren von deutlich verbessertem Wohnkomfort durch bessere Wärmedämmung, bessere Luftqualität und weniger Zugluft. Das bedeutet nicht nur eine höhere Lebensqualität für die Mieter, sondern auch eine größere Mieterbindung, da viele Mieter den Komfort und die geringe Heizkostenbelastung zu schätzen wissen.

6. Stärkung der Genossenschafts- und Gemeinschaftsbindung

  • Eine solche Sanierung kann auch ein starkes Zeichen der Gemeinschaftsorientierung und des Engagements der Baugenossenschaft für die Bedürfnisse ihrer Mitglieder setzen. Dies fördert das Vertrauen und die Bindung der Mietenden zur Genossenschaft, da sie nicht nur von modernen Wohnungen profitieren, sondern auch von einem langfristigen und nachhaltigen Wohnkonzept.

Fazit:

Durch den Einsatz des Energiesprong-Prinzips können Baugenossenschaften ihre Mehrfamilienhäuser auf kosteneffiziente und nachhaltige Weise modernisieren. Dies führt nicht nur zu geringeren Betriebskosten und einer besseren CO2-Bilanz, sondern auch zu einer wertsteigernden und komfortablen Wohnumgebung für die Mietenden. Der Einsatz vorgefertigter, wärmegedämmter Fassadenelemente erleichtert die schnelle Umsetzung der Sanierung, ohne die Bewohner während des Prozesses stark zu belasten. Die Firma B&O Bau ist eine Lösungsanbieter für die serielle Sanierung. Zudem bieten Förderprogramme und langfristige Einsparungen eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Finanzierung und Planung. Die Firma B&O Bau ist eine Lösung

 

lebt in Stuttgart und betreibt als unabhängiger Holzhaus-Experte aus Leidenschaft verschiedene Blogs und das Portal holzbauwelt.de. Er informiert über Trends im Wohnungs- und Gewerbebau mit dem Baustoff Holz für Bauherren, Investoren, Planer im modernen Holzbau. E-Mail senden